
Scene on Radio
Die Vereinigten Staaten von Amerika stecken auch dank ihres Präsidenten Donald Trump gleich in mehreren nicht einfach zu behebenden Krisen. Die meisten davon sind nicht nur hausgemacht, sondern vor allem auch nicht neu – sie brechen nur gerade einmal mehr und gebündelt auf. Diesen Themen widmet der Podcast „Scene on Radio“ sich in jeweils abgeschlossenen Staffeln. Ziel von „Scene on Radio“ ist es, zu ergründen, „wer wir waren und wer wir sind“. Die zweite Staffel, „Seeing White“, des vom CDS (Center for Documentary Studies) an der Duke University produzierten Podcasts widmet sich der Situation von Afroamerikanern in den USA.
Besonders spannend ist „Seeing White“, weil es nicht nur die Historie von Rassismus und „White Supremacy“ (weißer Vorherrschaft) beleuchtet, sondern auch die aktuellen Entwicklungen seit 2017 quasi live begleitet. Dabei gelingt den Machern ein interessanter Dreh: Man unternimmt nämlich unter anderem den Versuch, herauszuarbeiten, was es bedeutet, weiß zu sein – aus den Augen von POC (People of Color).
Aber auch für ganz basale Fragen gibt es einen Platz in „Seeing White“. Etwa die Frage, woher eigentlich die Vorstellung von „Rassen“ stammt, wo sich Menschen doch über Jahrhunderte und Jahrtausende Stämmen und dann Nationen, nicht aber einer „Rasse“ zugehörig gefühlt hätten.
Fazit: „Scene on Radio“ schafft es mit jeder einzelnen Staffel, einen sehr salzigen Finger in eine klaffende Wunde zu legen. Die Macher schrecken nicht davor zurück, schmerzhafte Fragen zu stellen und den Zuhörer manchmal auch irritiert und ohne klare Antworten zurückzulassen.
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Prüft denn niemand vor Veröffentlichung die Artikel? Die Bilder passen nicht zu den Texten, peinlich......
Gruß Gerd
Moin Gerd.
Danke für den Hinweis. Wir haben das mal korrigiert.
Gruß aus Kiel