
Faking Hitler
Bald 35 Jahre ist der Vorfall alt und dennoch unvergessen. Am 25. April des Jahres 1983 stellt das Magazin „Stern“ stolz die verschollenen und nun wieder aufgetauchten Hitler-Tagebücher vor. Es dauert nicht lange, bis klar wird, dass die Journalisten einem dreisten Fälscher aufgesessen sind. Konrad Kujau hatte sie sich einfach ausgedacht und dann, zugegeben, in liebevoller Detailarbeit realisiert. Kujau, der sich auch als Konrad Fischer ausgab, hatte bereits zuvor Geld mit Fälschungen gemacht. Seine Arbeiten an den Hitler-Tagebüchern begann er schon im Jahr 1975. Laut Wikipedia erwarb er dazu in einem Konsumladen in der DDR dazu eine schwarze Kladde, in die er das Tagebuch schrieb. Auf den Einband klebte er die goldfarbenen metallenen Initialen FH in Fraktur, die Hitler als gotische Schrift abgelehnt hatte. „FH“, weil ihm das „A“ des entsprechenden Schriftsatzes fehlte.
Der „Stern“ hätte sich die Schmach wohl leicht ersparen können: man hätte sich lediglich entscheiden müssen, die bereits laufende Echtheitsprüfung des BKA abzuwarten. Diese war nur zwei Wochen nach dem Beginn der Veröffentlichung der Tagebücher als Serie abgeschlossen und kam ohne jeden Zweifel zu dem Schluss, dass die Bücher gefälscht sind. Kujau hatte der „Stern“ für unglaubliche 62 Bände bereits über 9 Millionen D-Mark bezahlt – inflationsbereinigt etwa 8,33 Millionen Euro.
In einem neuen Podcast rollt der „Stern“ die Ereignisse von damals erneut auf und liefert unter anderem bislang ungehörte Originaltonbandaufnahmen von Gesprächen zwischen dem Journalist Gerd Heidemann und Kujau.
Fazit: Ein irres Stück deutscher Medien-Geschichte.
► Abonnieren: Faking Hitler
Diskutiere mit!
Hier kannst du den Artikel "*Aktualisiert* Mac Life empfiehlt: Diese Podcasts solltest du unbedingt kennen und gehört haben!" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.
Prüft denn niemand vor Veröffentlichung die Artikel? Die Bilder passen nicht zu den Texten, peinlich......
Gruß Gerd
Moin Gerd.
Danke für den Hinweis. Wir haben das mal korrigiert.
Gruß aus Kiel