
Hart aber fail
Bei allen kritikwürdigen gesellschaftlichen Eigenarten der USA, gibt es eine Sache, die mehrheitlich gelobt wird: Die Fehlerkultur, die dort viel positiver sei als hierzulande. Wer einmal genauer hinschaut, der merkt schnell, dass auch auf der anderen Seite des Großen Teichs nicht alles Gold ist, was zu glänzen vorgibt. Aber das hier existierende Bild von der dort vorherrschenden Fehlerkultur ist ein schönes: Man sei ermutigt, seine Träume zu verfolgen und das Scheitern als Chance zu begreifen. Hinfallen, aufstehen, weitermachen – und zurückblicken höchstens, um aus gemachten Fehlern zu lernen.
Das Machen von Fehlern, das Scheitern, es gehört zum Leben dazu. Im Kleinen wie im Großen. Das haben auch Julia und Juliane erkannt und machen nun, was man dieser Tage eben so macht: Sie haben einen Podcast gestartet. In „Hart aber fail“ erzählen die beiden Schauspielerinnen von persönlichen Erfahrungen mit dem Scheitern und blicken darauf zurück, was früheres (vermeintliches) Versagen mit und aus ihnen gemacht hat.
Vermutlich, damit die aktuell wöchentlich in mundgerechten Happen von 30 bis 60 Minuten Länge erscheinende Sendung nicht vollends zur privaten Therapiesitzung gerät, laden sich die beiden inzwischen auch regelmäßig Gäste ein. Diese berichten von ihren eigenen Geschichten des Scheiterns. Und so driften die Gespräche gelegentlich auch mal ins Philosophische ab, sodass man sich eigentlich einen Rückkanal wünscht, um direkt mitdiskutieren zu können.
Fazit: Über Erfolgserlebnisse, gar Siege zu sprechen, das fällt den meisten Menschen leicht. Über Fehler, Niederlagen, das Scheitern zu sprechen, will gelernt sein. Schön, dass Julia und Juliane in „Hart aber fail“ mit gutem Beispiel vorangehen und zum Nachahmen einladen.
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Prüft denn niemand vor Veröffentlichung die Artikel? Die Bilder passen nicht zu den Texten, peinlich......
Gruß Gerd
Moin Gerd.
Danke für den Hinweis. Wir haben das mal korrigiert.
Gruß aus Kiel