
Stern sieht „letzte Hürde gefallen“
Für den Stern konnte Christoph Fröhlich Apples neue Iteration der Apple Watch auf den Prüfstein stellen. Er erkennt ein paar Haken aber vor allem an, dass nun die letzte Hürde gefallen sei.
Fazit von Christoph Fröhlich
Die Apple Watch sei wie das iPhone, beschreibt Fröhlich. Die Geräte der ersten Generation waren nicht perfekt und wurden aber stetig weiterentwickelt. Ist die Watch Series 3 nun perfekt? Das nicht, aber sie sei auf dem richtigen Weg. Der Redakteur outet sich als Fan: Er beschreibt, wie Apple zum „Big Player“ im Uhren-Business aufgestiegen sei und dass die Smartwatch gekommen sei, um zu bleiben.
Die Apple Watch habe jetzt einen „Internetanschluss“ frohlock Fröhlich. Diese Beschreibung ist so leider nicht richtig. Mit dem Internet verbunden waren auch schon die vorherigen Varianten über das iPhone. In Hamburg, klärt Fröhlich auf, konnte man vielerorts drei bis vier Balken bei der Empfangsstärke messen. Dank Telekom-Netz sei in Gebäuden mit der Watch sogar mehr Empfang möglich gewesen als mit manch einem Vodafone-Smartphone. Auf dem Land sei der Empfang aber, wie mit vielen anderen Geräten, „bescheiden“.
Besonders hilfreich erkennt Fröhlich den Mobilfunksupport in Situationen, in denen man sich verlaufen hat, und dann auch ohne iPhone die Fußgängernavigation starten kann. Ob man zwingend E-Mails am Handgelenk checken muss, sei dahingestellt. Siri unterwegs zu fragen, ob es demnächst regnet, ist in jedem Fall hilfreich.
Anders als Kremp vom Spiegel empfindet Fröhlich die Stimme Siris nicht als Eingriff in die Privatsphäre, sondern stuft sie sogar als Vorteil ein. Schneller geht immer und deshalb hat der Stern-Redakteur eine ganze Reihe von Apps für den Test gestartet. Manche seien auf dem neuen Modell im Vergleich zur Series 2 mit watchOS 3 doppelt so schnell gestartet. Einzelne Apps würden sogar in zwei statt in zehn Sekunden starten.Was sich allerdings beißt, ist die von Fröhlich gewählte Überschrift mit seinem dann gewählten Fazit. Denn er erkennt „praktische Neuerungen“, sieht aber „keine Revolution“. Deshalb schlägt er vor: Wer eine Series 2 besitzt, und auf die LTE-Anbindung nicht angewiesen ist, benötigt das neue Modell nicht zwingend.
Mit LTE oder ohne? Eine Frage des Mobilfunkanbieters
So wie Sie beim iPhone 8 die Frage stellen können, ob Sie lieber das Plus-Modell mit Dual-Kamera kaufen sollten, gibt es bei der Apple Watch vermeintlich ebenfalls eine entscheidende Frage. Doch bei der Recherche der Testberichte zeigte sich: Apple nimmt einem die Entscheidung ab. Denn: Wenn Sie nicht bereits Kunde bei einem der teilnehmenden Mobilfunkpartner sind, gibt es vorerst keine Chance, dass Sie die neue eSIM nutzen können. Die Redaktionen aus unterschiedlichen Ländern erfuhren in vielen Fällen, dass nur die angegebenen Partner mitmachen. Zum Teil hat dies sogar technische Gründe. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber: In Deutschland gibt es momentan keine Möglichkeit der Teilhabe an der Mobilfunk-Zukunft am Handgelenk. Glaubt man Springer, werden weder O2 noch Vodafone die eSIM anbieten.
Modellwahl eingeschränkt
Trotzdem werden einige von Ihnen die LTE-Watch in jedem Fall kaufen „müssen“. Und zwar diejenigen, die gerne ein Edelstahlgehäuse haben wollen, das zudem auch einen Keramik-Unterboden bietet. Denn dieses Modell gibt es nur in der Variante GPS + Cellular.
Statt die Navigation durch unsere Galerie über die einzelnen Seitenzahlen vorzunehmen klicken Sie einfach an die linken und rechten Ränder der Bilder, um einfacher vor- und zurückzuspringen.
Diskutiere mit!
Hier kannst du den Artikel "Die Series 3 Apple Watch im Test: So wird die Zukunft am Handgelenk beurteilt" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.
Kann man die LTE Version verwenden/aktivieren auch wenn man bei einem Provider bzw. Land ist bei dem bzw. in dem es LTE (noch) nicht gibt?
Ja, das ist problemlos möglich.
Quelle: ergo sum Shop (Apple Premium Reseller) Mainz
JAIN.
Zunächst muss man sagen, dass die Apple Watch kein Roaming unterstütz.
D.h. man kann sich darauf einstellen, dass die Mobilfunkfunktion nur im eigenem Land funktioniert.
Ich denke damit ist das Szenario, das du im Hinterkopf hattest kategorisch nicht möglich.
Hinweis:
Die Apple Watch 3 hat keine "richtige" eSIM. Sie hat eine Apple SIM. D.h. Provider müssen Lizenzen zahlen damit ihre Netzte mit der Apple Sim kommunizieren dürfen. Momentan zahlt nur die Telekom diese Lizenzen. Wer weiss vllt. hat die Telekom auch Sonderkonditionen bekommen.
Hätte Apple einfach den Branchenüblichen eSIM Standard eingesetzt, dann wäre Roaming und eine freie Providerwahl gar kein Problem.
Das ist so nicht richtig, Apple ist standardkonform, aber fordert eine Multi-SIM Unterstützung des Providers. Roaming ist ausgeschalten, weil nicht alle Provider Multi-SIM und bestimmte LTE-Bänder im Roamingfall sauber unterstützen.
Funktioniert die Apple Watch Series 3 GPS ausschließlich mit iOS 11? Oder kann man sie auch mit der letzten 10er Version benutzen, und wenn ja gibt es Einschränkungen?
Nein, mit iOS 10 geht es nicht. Bei vorhandenen "Uhren" musste für das Update auf watchOS 4 in jedem Fall vorher iOS 11 installiert werden, weil sonst die neue Software nicht angezeigt wurde, wenn ich recht informiert bin. Auf der Series 3 ist aber watchOS 4 schon installiert. Ob man die dann koppeln kann… wäre eine interessante Frage, das müsste man ausprobieren, vermutlich schlägt das aber dann fehl.