Analyst sieht Handlungsspielraum

Trumps Zoll-Hammer: So will Apple die iPhone-Preise stabil halten

Neue Import-Zölle von bis zu 54 Prozent bedrohen Apples Gewinnmargen. Analyst Ming-Chi Kuo zeigt auf, wie der Konzern gegensteuern könnte.

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2 Minuten Lesezeit

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple drohen durch neue Zölle Gewinneinbußen von bis zu 9 Prozent
  • Produktion in Indien und Preiserhöhungen für Pro-Modelle als mögliche Gegenmaßnahmen
  • Experten rechnen nur mit kurzfristigen Auswirkungen auf Apples Margen

Drastische Zölle bedrohen Apples Gewinnmargen

Die von Donald Trump angekündigten Importzölle stellen Apple vor große Herausforderungen. Ab dem 9. April werden auf Importe aus wichtigen Produktionsländern wie China (54 %), Indien (26 %) und Vietnam (46 %) massive Zölle erhoben. Ohne Gegenmaßnahmen könnte dies laut Analyst Ming-Chi Kuo zu einem Rückgang der Gewinnmargen um 8,5 bis 9 % führen.

Fünf Strategien zur Minimierung der Zoll-Auswirkungen

Der renommierte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo sieht mehrere Möglichkeiten, wie der Konzern die Auswirkungen der Zölle begrenzen könnte:

  1. Ausbau der Produktion in Indien: Sollte es Apple gelingen, über 30 % seiner globalen iPhone-Produktion nach Indien zu verlagern und Zollbefreiungen zu erhalten, könnte der negative Effekt auf 1-3 % begrenzt werden.
  2. Preiserhöhungen für Pro-Modelle: Da die Pro-Versionen 65-70 % der Verkäufe ausmachen und Premium-Kunden weniger preissensibel sind, könnten höhere Preise die Zollkosten teilweise ausgleichen.
  3. Verstärkte Carrier-Subventionen für iPhones 4. Reduzierung der Trade-in-Werte
  4. Zusätzlicher Kostendruck auf Zulieferer

Gewinnmarge erklärt!

Die Gewinnmarge zeigt den prozentualen Gewinn, den ein Unternehmen pro verkauftem Produkt erzielt. Sie berechnet sich aus dem Verkaufspreis abzüglich aller Produktionskosten. Bei Apple lag diese Marge im Geschäftsjahr 2024 bei 46%.

Experten erwarten nur temporäre Auswirkungen

Trotz der aktuellen Herausforderungen geht Kuo davon aus, dass ein möglicher Rückgang der Gewinnmarge unter 40 % nur von kurzer Dauer sein wird. Der Aktienkurs von Apple ist seit Trumps Ankündigung allerdings bereits um über 9 % gefallen.

Die Situation zeigt, wie stark Apple von globalen Lieferketten abhängig ist und welche Bedeutung die Diversifizierung der Produktion hat. Mit dem verstärkten Fokus auf Indien könnte das Unternehmen mittelfristig seine Abhängigkeit von einzelnen Produktionsstandorten reduzieren.

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apple sollte die iphones in amerika zum doppelten preis verkaufen, dann geht die masse auf trump los!!!!!

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