Kindersicherheit bei Apple

Apple verschärft Jugendschutz: Neue Altersverifikation und vereinfachte Kinderkontenverwaltung

Apple verbessert den Jugendschutz auf seinen Plattformen: Mit neuen Altersfreigaben, vereinfachter Kontoeinrichtung und innovativer Altersverifikation sollen Kinder besser geschützt werden.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple vereinfacht die Einrichtung von Kinderkonten mit Face ID statt Kreditkarte
  • Neues System mit fünf Altersfreigaben (4+, 9+, 13+, 16+, 18+) im App Store
  • Datenschutzfreundliche Altersverifikation gibt Eltern volle Kontrolle über geteilte Informationen

Apple stellt heute neue Funktionen für mehr Kindersicherheit auf seinen Plattformen vor. Das Unternehmen führt ein überarbeitetes System für die Altersfreigabe ein und vereinfacht die Einrichtung von Kinderkonten deutlich. Dabei setzt Apple auf einen datenschutzfreundlichen Ansatz, der Eltern die Kontrolle über die geteilten Informationen gibt.

Einfachere Einrichtung von Kinderkonten

Die Einrichtung von Kinderkonten wird mit iOS 18.4 grundlegend vereinfacht. Statt wie bisher eine Kreditkarte anzufordern, können Eltern nun ihre bestehende Apple-Zahlungshistorie nutzen und die Einrichtung per Face ID oder Touch ID bestätigen. Kinder können auch eigenständig ein Konto erstellen, wobei automatisch Altersbeschränkungen greifen, bis die Eltern die vollständige Einrichtung abschließen.

Age Assurance erklärt!

Age Assurance bezeichnet Systeme zur Altersüberprüfung in digitalen Diensten. Bei Apples Ansatz wird statt des exakten Alters nur eine Altersspanne an Apps übermittelt. Dies schützt die Privatsphäre der Nutzenden, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass Kinder nur altersgerechte Inhalte sehen.

Neue Altersfreigaben im App Store

Apple führt ein neues, differenzierteres System für Altersfreigaben ein. Statt der bisherigen vier Kategorien gibt es künftig fünf Stufen: 4+, 9+, 13+, 16+ und 18+. Diese ermöglichen eine genauere Abstufung, besonders im Teenager-Bereich. Der App Store zeigt Kindern dabei nur altersgerechte Apps an und verhindert das Herunterladen von Apps, die über der von den Eltern festgelegten Altersstufe liegen.

Datenschutzfreundliche Altersverifikation

Mit der neuen Declared Age Range API können Entwickler das Alter der Nutzenden überprüfen, ohne auf persönliche Daten wie das Geburtsdatum zugreifen zu müssen. Apple setzt damit bewusst auf einen anderen Ansatz als die von einigen US-Bundesstaaten geforderte plattformweite Altersverifikation. Die Entscheidung, welche Informationen mit Apps geteilt werden, liegt dabei in den Händen der Eltern.

Mehr Transparenz bei Apps

Entwickelnde müssen künftig in ihren App-Store-Einträgen detailliert angeben, ob ihre Apps nutzergenerierte Inhalte oder Werbung enthalten, eine Altersverifikation erfordern oder elterliche Kontrollen anbieten. Diese Informationen werden prominent auf den Produktseiten im App Store angezeigt und helfen Eltern bei der Entscheidung, welche Apps für ihre Kinder geeignet sind.

Die neuen Funktionen sollen im Laufe des Jahres eingeführt werden. Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest. Weitere Details zu den Sicherheitsfunktionen hat Apple in einem neuen Whitepaper „Helping Protect Kids Online“ veröffentlicht.

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