Wie unterscheiden sich aktive und passive Equalizer? Schritt 1: Grundlagen
Bei den meisten Equalizer-Formen handelt es sich um verlustbehaftete Prozesse bezüglich des Signalpegels. Einfache Filterschaltungen dienen hierbei gezielt als Abschwächer, welche die Signallautstärke über oder unter einem Frequenzmittenwert reduzieren. Bei einem einfachen Frequenzabschwächer-EQ reichen sogenannte passive Komponenten aus.
Wie unterscheiden sich aktive und passive Equalizer? Schritt 2: Passive Komponenten
Passive Komponenten wie Kondensatoren, Induktoren und Widerstände werden sorgfältig ausgewählt, um die gewünschten Grenzfrequenzen und EQ-Kurve zu erzielen. Bei diesem Konzept wird kein Netzstrom benötigt, allerdings sind hiermit auch die möglichen Equalizer-Typen und Filtergüten beschränkt – nämlich auf Tief-, Hoch- und Bandpass-Filter.
Wie unterscheiden sich aktive und passive Equalizer? Schritt 3: Verstärkung
Der Signalverlust durch ein rein passives Filterdesign ist häufig unerwünscht. Daher werden üblicherweise Transformer und Verstärker miteinbezogen. Durch den Verstärker lässt sich leicht mit Pegelanhebungen arbeiten, wodurch sich gezielt Frequenzen absenken aber auch betonen lassen. Bisher sprechen wir aber immer noch von einem passiven EQ.
Wie unterscheiden sich aktive und passive Equalizer? Schritt 4: Feedback
Der modernere Ansatz folgt der Idee, die EQ-Komponenten innerhalb einer negativen Feedbackschleife des Verstärkers mit einzubeziehen. Negatives Feedback innerhalb eines Verstärkerschaltkreises wird seit den späten Zwanzigerjahren genutzt, um Verzerrungen und unerwünschte Nichtlinearitäten zu reduzieren.
Wie unterscheiden sich aktive und passive Equalizer? Schritt 5: Aktiv
Diese Schaltung kann allerdings auch verwendet werden, um spezifisches Frequenzverhalten auf kontrollierbare Art und Weise mit einzubeziehen. Anwendung findet dieses sehr flexible Konzept in jedem handelsüblichen Mischpult und bei modernen Hardware-EQs. Eine einstellbare Bandbreite bei parametrischen EQs ist nur mit dieser aktiven Technik erreichbar.
Wie unterscheiden sich aktive und passive Equalizer? Schritt 6: Vorteile
Einer der wichtigsten Vorteile dieses Konzepts ist, dass Verstärkung nur mit einbezogen wird, wenn es die EQ-Einstellungen erfordern. Eine Gesamtverstärkung wie beim gepufferten EQ-Design wird hier nicht dauerhaft benötigt, daher tritt weniger Rauschen auf und der Headroom ist größer.
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