Insbesondere bei Clubmusik spielt der Bass eine zentrale Rolle – man kann sogar soweit gehen zu sagen, dass er in einer Clubproduktion sehr häufig die Hauptaufgabe übernimmt, reine Zuhörer in eine begeisterte und tanzende Feiergemeinde zu verwandeln. Was ist also beim Abmischen zu beachten, um den Bassbereich der eigenen Produktion in einem möglichst guten Licht erscheinen zu lassen?
So optimieren Sie den Bassbereich ihrer Produktion Schritt 1: Trockenheit
Gerade Clubtracks benötigen einen klar definierten, trockenen und fett klingenden Bassbereich. Zunächst ist daher zu hinterfragen, ob für Bassdrum und den eigentlichen Bass zu große Hallräume eingesetzt werden. Kurze knackige Räume können hingegen für die Präsenz hilfreich sein. Darüber hinaus sind auch Bassanteile von Effekten anderer Spuren zu entschärfen.
So optimieren Sie den Bassbereich ihrer Produktion Schritt 2: Frequenzbereinigung
Unterhalb von 150 Hz sollten nur Bass und Bassdrum beheimatet sein, da alle anderen Spuren hier mit energiereichen Signalanteilen im Tiefbass nachhaltig Headroom beanspruchen. Daher beseitigen Sie idealerweise bei allen Klängen neben Bass und Bassdrum diese störenden Frequenzen am besten mit einem Lowcut-Shelving-Filter.
So optimieren Sie den Bassbereich ihrer Produktion Schritt 3: Bass-Fallen
Ein gutes Analysewerkzeug hilft, alle erdenklichen Klänge auf ihre Bassfrequenzen hin zu untersuchen. Oftmals überraschen Vinyl-Drumsamples oder Klänge von Softwaresynthesizern mit extrem tiefen Frequenzen. Die Gattung der Flächensounds ist grundsätzlich ein Kandidat für tieffrequente Geräusche, die das Gesamtklangbild nachhaltig stören.
So optimieren Sie den Bassbereich ihrer Produktion Schritt 4: Bassdrum-Tuning
Bei der Bassdrum liegt eine große Verantwortung für den Bassbereich. Beachten Sie bei der Abmischung nicht nur Lautstärke und Frequenzanteile – auch die Tonhöhe, das sogenannte Tuning, ist nicht zu unterschätzen. Das Stimmen der Bassdrum zur Tonart des Titels und dadurch auch zum Bass sollte eine Pflichtübung eines jeden guten Produzenten sein.
So optimieren Sie den Bassbereich ihrer Produktion Schritt 5: Bassdrum-Frequenz
Schenken Sie auch der frequenzpassgenauen Justierung der Bassdrum eine hohe Aufmerksamkeit. Die Grundfrequenz sollte bei etwa 50 Hz liegen. Zu tiefe Bassdrums verlangen zu viel Energie und sind im schlimmsten Fall auf kleinen Anlagen gar nicht wahrnehmbar. Die Frequenz der Bassdrum sollten Sie auch unbedingt mit der Bassfrequenz abstimmen.
So optimieren Sie den Bassbereich ihrer Produktion Schritt 6: Dynamik
Neben dem großen Thema der Bassfrequenzen ist die Komprimierung des Bassbereichs einer Produktion eine vielfältige Spielwiese. Neben der meist notwendigen Pegelbegrenzung und Interaktion zwischen Bass und Bassdrum durch einen Kompressoreinsatz mit Sidechaining sind auch Themen wie Klangfärbung und Transientenformung wichtig für den amtlichen Bass.
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